Futures   als   Absicherung   macht   Sinn   für   Unternehmen,   die   international   Handel   betreiben   und   dies   über   mehrere   Währungen   hinweg.   Hierbei   lässt   sich   die   eigene   Währung wie   z.B.   der   Euro   gegen   eine   andere   Währung   mit   einem   überschaubaren   Aufwand   und   relativ   geringen   Kosten   absichern.   Die   Absicherung   selbst   muss   man   sich   wie   ein Einfrieren   des   Wechselkurses   vorstellen.   Bei   Fragen   zu   dieser   Absicherungsform   erhalten   Sie   gern   allgemeine   Informationen   (keine   Anlagehinweise   oder   Empfehlungen)   von unserem Support Team. Eine   weitere   Möglichkeit,   jedoch   auf   nur   wenige   Rohstoffe   begrenzt,   ist   die   Absicherung   von   physischen   Rohstoffen.   Nehmen   wir   an,   ein   Unternehmen   kauft   einen   Rohstoff, um   diesen   weiterzuverarbeiten   und   später   an   Kunden   zu   veräußern.   Hierbei   besteht   durchaus   die   Möglichkeit   eines   Verlustes   durch   Marktbewegungen   gegen   die   physische Rohstoffposition.   Um   diesem   Verlust   gegen   zu   wirken,   kann   der   Unternehmer   diesen   Rohstoff   als   Leerverkauf   in   gleichem   Umfang   wie   die   einer   physischen   Position   erwerben und hebt somit die Verlustwahrscheinlichkeit auf. Hierbei entsteht ein Ausgleich zwischen Gewinn und Verlust. Dem Unternehmen entstehen dabei lediglich die Kosten der Transaktion des Futures. Pro & Contra einer Futures Absicherung: Ein Vorteil ist, dass der Unternehmer einen festen Preis erhält und somit sein Produkt kalkulierbar wird. Von Nachteil ist, dass zusätzliche Gewinnmöglichkeiten wegfallen, die durch eine allgemeine Preissteigerung des physischen Rohstoffes entstehen könnten. Bei   einer   perfekten   Absicherung   gleicht   der   von   der   Absicherung   realisierte   Gewinn   genau   den   Verlust   der   Basisposition   aus.   Die   meisten   Absicherungen   sind   jedoch   nicht perfekt,   da   die   gewählten   Derivate   und   die   Positionen   an   den   Handelsplätzen   kleine   Unterschiede   in   den   Kursbewegungen   aufweisen   oder   die   Anzahl   der   gekauften Derivatkontrakte nicht mit den offenen Positionen identisch ist. Hier nun ein Beispiel aus der Praxis: Nehmen   wir   an,   ein   Goldhändler   erhält   eine   Lieferung   von   5kg   Gold   zu   einem   Wert   von   insgesamt   170.000   Euro   und   möchte   sowohl   den   aktuellen   Wert   des   Goldes   erhalten als   auch   den   Verlust   bei   einem   Kursrutsch   auf   ein   Minimum   begrenzen.   In   diesem   Fall   hat   er   die   Möglichkeit,   im   Gegenwert   von   170.000   Euro   eine   Gold-Future   short   Position zu eröffnen. Folglich ist bis auf die Ordergebühren der Wert von 5kg Gold praktisch eingefroren.
Futures als Absicherung für das eigene Portfolio
Hier noch einmal das Beispiel in Zahlen:
 physisches Gold
 Gold-Future (short)
 Kaufpreis (EUR)
 170.000
 170.000 (Gegenwert)
 Gewinn oder Verlust bei Kursänderungen wenn der Basiswert steigt oder fällt  
 + 1 %
 171.700
 -   1.700
 + 5 %
 178.500
 -   8.500
 +10 %
 187.000
 - 17.000
 - 1 %
 168.300
 +  1.700
 - 5 %
 161.500
 +  8.500
 - 10 %
 153.000
 + 17.000
Hinweis: Bei diesem Beispiel fanden die Gebühren zum Erwerb der Gold-Future Position keine Berücksichtigung. Die Kosten sind im Verhältnis zur Absicherung jedoch in der Regel als sehr gering einzustufen.
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